www.cystischefibrose.at
ist ein Gemeinschaftsprojekt der
CF Selbsthilfevereine
Wien, Niederösterreich,
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und Oberösterreich
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     WOLFGANG DANGL
 
   
  Einen langen Weg bis hierher gemacht,
fast möcht´ ich sagen, "geschafft"!
Eine Zeit ohne Therapie und Schmerzen lacht.

An alle Gefährten und Freunde meines Lebens
recht lieben Dank, für all die Dinge,
mit denen ihr mir Freude brachtet und auch halft.
Vertrauen und Liebe habe ich gefunden,
dies hat mich stark an´s Leben gebunden.

Freude will ich sehen und lachen,
das Leben hat zu bieten viele schöne Sachen.
Einen Abschiedsgruß will ich euch geben,
vielleicht sehen wir uns im nächsten Leben.
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Mit großer Bestürzung und tiefer Betroffenheit erhielten wir vor wenigen Tagen die Nachricht vom Ableben von Herrn Wolfgang Dangl.

Herr Dangl war Gründungsmitglied des Wiener CF Elternvereins cf-aktiv und mehr als fünfundzwanzig Jahren der CF Arbeit verbunden. Zuerst etliche Jahre als aktives Vorstandsmitglied in verschiedenen Funktionen, später als Delegierter in internationalen CF Gremien und als Präsident des damals noch bestehenden österreichischen Dachverbandes cf-austria.
 
Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste Zusammentreffen mit ihm. Eine Gruppe junger CF Betroffener hatte Eltern ins Martha Frühwirth-Selbsthilfezentrum eingeladen um mit ihnen über ihr Leben, ihre Lebensqualität, Perspektiven und Ziele zu diskutieren. Es war eine Zeit, wo längst nicht alle CF Betroffenen das Erwachsenenalter erreichten, mein Sohn war damals gerade erst diagnostiziert worden. Viele Probleme schienen die Familie zu überrollen. Wolfgang saß unter den jungen Leuten, erzählte von seinen Sportaktivitäten, seinem Schulabschluss und den Eintritt ins Berufsleben. Für uns junge Eltern tat sich eine neue Welt auf, wir schöpften Hoffnung und hatten für unsere CF betroffenen Kinder plötzlich völlig neue Perspektiven.

Jahre später, als ich mich selbst schon in der CF Arbeit engagierte und Wolfgang sich primär auf internationaler Ebene für CF engagierte, kreuzten sich unsere Wege immer wieder. Er hörte nie auf, seine Ideen und Ziele zu formulieren und Visionen für CF Betroffene zu kommunizieren. Er war der erste Patient, der 1995 den Sprung von der Kinderklinik im AKH in das CF Erwachsenenzentrum in Hietzing wagte. Mit großer Disziplin managte er ab diesem Zeitpunkt sein eigenes Leben und unterstützte bis zuletzt die Ausbildung der Atemtherapeuten in Österreich mit aller Kraft und großem Engagement. Mit dem ihm eigenen Humor konnte er mühelos auch sehr ernst Themen entschärfen. Die Diskussion mit anderen Menschen war ihm immer ein großes Anliegen.

Der CF Hilfe Wien blieb er bis zuletzt in etlichen Projekten verbunden. Wir haben mit ihm einen ganz großen Freund und Berater verloren und trauern mit seiner Familie.

A.Lang

 

 

 

      MARTINA HAUSER
 
   
  Als wir Martina 1989 in der Wiener Selbsthilfegrupppe cf-aktiv kennen lernten, ahnte niemand, welch schwierige Lebensjahre vor ihr liegen sollten.

Damals hatte sie gerade ihre Schulausbildung an der Handelsakademie abgeschlossen und im Berufsleben Fuß gefasst. Nach kurzer Zeit, übernahm sie innerhalb des Vorstandes die Funktion des Kassiers, die sie mit sehr viel Freude bis zu ihrem allzu frühen Tod ausübte.

Mit großem Engagement unterstützte sie die Arbeit von cf-aktiv und hatte wesentlichen Anteil am Aufbau der innerbetrieblichen Verwaltung. Als sich die Gelegenheit bot, die Stelle der Sekretärin in der Österreichischen Gesellschaft zur Bekämpfung der Cystischen Fibrose, CF-Austria zu übernehmen griff sie sofort zu.

In dieser Zeit begann sie sich intensiv mit der Erkrankung auseinander zu setzen und pflegte im In- und Ausland rege Kontakte. Leider verschlechterte sich ihre gesundheitliche Situation und immer öfter musste sie Krankenhausaufenthalte hinnehmen. Nichts desto Trotz engagierte sich Martina für viele Projekte innerhalb von cf-aktiv und wurde auch Sprecherin der CF-Erwachsenen innerhalb Österreichs.

Am Computer zu sitzen und zu arbeiten, war Martinas große Leidenschaft. Mühevoll erlernte sie jedes Programm zu bedienen. Daneben fand sie noch Zeit eine Bibliothek an Fachliteratur einzurichten, übernahm den Versand von Büchern und Zusatznahrungsmitteln. Eine Stelle im öffentlichen Dienst schafften ihr in dieser Zeit Freiraum, um in ihrer Freizeit große Reisen zu unternehmen.

Ihr gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich ziemlich rasch und sie entschloss sich zu einer Lungentransplantation, die 1998 im AKH durchgeführt wurde. Leider verlief die Zeit der Genesung nicht so erfolgreich, wie es alle wünschten. Trotzdem engagierte sich Martina weiterhin in der Selbsthilfegruppe, fuhr auf Kongresse (national und international), besuchte Tagungen, arbeitete redaktionell an der Zeitung CF-Aktuell und bei der jährlichen CF Tagung in Salzburg mit.

Ein großes Anliegen war ihr auch die Betreuung der CF Erwachsenen in Österreich und mahnte nachdrücklich die Probleme Betroffener nicht aus den Augen zu verlieren.

Als uns in den Mittagsstunden des 6. Dezember 2003 die Nachricht erreichte, dass sich Martinas Lebenskreis geschlossen hat, waren wir tief betroffen. Unser besonderes Mitgefühl gehört ihrer Mutter, die sie in all den schwierigen Jahren aufopfernd begleitet hat.

A.Lang
 

   
         
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