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CF Selbsthilfevereine
Wien, Niederösterreich,
Nördliches Burgenland
und Oberösterreich
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  Hygiene im Alltag bei CF:
   
 

Fast alle CF Patienten infizieren sich irgendwann mit Pseudomonas aeruginosa. Dieses Bakterium kommt praktisch überall in der Umwelt dort vor, wo es ständig feucht ist. Selbst bei größter Vorsicht kann eine Infektion stattfinden, daran trägt niemand Schuld! Um eine Infektion mit Pseudomonas aeruginosa hinauszuzögern, sollten einige Hygieneempfehlungen für jeden CF Haushalt selbstverständlich sein:

Waschbecken (Duschen): Im Syphon (Abfluss) steht ständig Wasser, in dem sich Pseudomonas Keime ansiedeln können. Der Wasserstrahl erzeugt einen feinen Sprühnebel, der die Keime auf die Hände übertragen kann. Daher sollte am Morgen der CF Patient nicht als Erster das Waschbecken benutzen.

Zahnbürsten: Zahnbürsten sollten nicht feucht sein. Benützt man morgens und abends jeweils eine andere Bürste, haben beide jeweils 24 Stunden Zeit zum Trocknen.

Toiletten: Zum einen steht ständig Wasser im Abfluss, zum anderen scheiden manche Menschen mit dem Kot Pseudomonas aus. Die Wasserspülung sollte nur bei geschlossenem Deckel betätigt werden, um zu verhindern, dass durch die Spülung Bakterien versprüht werden. Nach jedem Toilettegang müssen die Hände mit Seife gewaschen werden.

Handtücher: feuchte Handtücher und Lappen sind für Bakterien ein idealer Lebensraum.

Blumenerde: manche Keime leben im Bode, speziell an Pflanzenteilen, die mit dem Boden in Berührung kommen.

Schnittgras: im frisch geschnittenen Gras, bzw auch im Heu befinden sich bestimmte Keime und Pilze. Beim Arbeiten können feine Stäube eingeatmet werden, die zu Infektionen führen können.

Kontakte mit anderen CF Patienten: Direktes Anhusten, die Benützung eines gemeinsamen Schlafraumes, Bad und Toilette sollte es zwischen Patienten, bei denen einer mit Pseudomonas infiziert ist, nicht geben. Bei Patiententreffen sollte man auch nicht zu eng zusammenrücken und einen gewissen Abstand halten. Es kann außerdem sinnvoll sein, auf die allgemeine Begrüßung mit Händedruck zu verzichten.

Schimmelbefall: Schimmelflecken in Duschen, Waschbecken, in Wohnungen stellen für CF Betroffene ein gesundheitliches Risiko dar. Befallene stellen gehören unbedingt saniert.

 

  Reinigung – Inhalationsgerät
   
 

1. gründliche Händedesinfektion vor jeder Reinigung - siehe Merkblätter Händehygiene in der Hygiene-Mappe.

2. nach jeder Inhalation wird das Inhalationsgerät in alle Einzelteile zerlegt und unter fließendem Wasser sorgfältig gereinigt: verwendetes Wasser zur Reinigung soll aus dem Küchenbereich (und nicht Badezimmer) kommen, da der Wasserhahn in der Küche erfahrungsgemäß wesentlich häufiger verwendet wird (hohe Durchflußrate): Wasser muss vorher 3 min rinnen, um Verunreinigungen durch den Wasserhahn zu vermeiden!!

3. Vaporisator (Desinfektionsgerät DI 6.00 der Fa. ElektricPetra, Art. Nr.
0229 0000) mit sterilem, destilliertem Wasser befüllen – ca. 100ml.
Wasser, falls Graduierung vorhanden direkt aus der Flasche schütten –es muss ein Mindestvolumen von 80ml eingefüllt werden. Wenn möglich ohne Messbecher! Flasche muss anschließend sofort gut verschlossen werden! Flasche längstens 8 Tage ab Öffnen verwenden.

4. Inhalationsgeräteteile in den Vaporisator legen, Deckel schließen und das Gerät einschalten (rote Lampe beginnt zu leuchten).

5. nach ca. 10 min ist der Desinfektionsvorgang beendet – grüne Lampe beginnt zu leuchten – Deckel abheben und Dampf entweichen lassen
Deckel verkehrt auf den Vaporisator legen! Vaporisator sollte frei stehen, um ein Rücktropfen von Kondenswasser zu verhindern!

6. Desinfektions- u. Trockenvorgang solange wiederholen, bis das
Inhalationsgerät komplett trocken ist – Achtung bei Entnahme: Berührung nur an der Außenfläche, Teile nachkontrollieren und in ein sauberes Tuch eingeschlagen aufbewahren (Tücher müssen bei 95°C gewaschen und sauber gelagert werden).

7. Vaporisator und Deckel nach jeder Desinfektion gut abtrocknen.

8. einmal pro Woche sollten die Außenflächen des Vaporisators mit einem Desinfektionsmittel gereinigt werden!

CF-Ambulanz AKH Wien, Nov. 2005

 

 

       
  Hygienische Händedesinfektion
   

   
         
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